Fallstudie Ninurta-Tempel mit Archiv N14

Created on November 15th, 2017. 2 members

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Gegenstand des Forschungsprojektes "Fallstudie Ninurta-Tempel mit Archiv N14" ist eine Erforschung des Gesamtensembles mit seiner Architektur, den Nutzunghorizonten und den darin aufgefunden Artefakten, insbesondere den Texten (Cornelia Wunsch und Katja Sternitzke).
Der Ninurta-Tempel wurde im Grabungsgebiet Ischin Aswad am Ende des Jahres 1901 innerhalb einer dreimonatigen Kampagne freigelegt und nur in einer Kurzübersicht publiziert.

Die Bauinschriften am Tempel weisen darauf hin, dass die vorhandene Struktur in neubabylonischer Zeit errichtet wurde und weiter bis wenigstens in die achämenidische Zeit genutzt. Im Bereich des Tempels und seiner näheren Umgebung wurden etwas über 1000 Artefakte geborgen, darunter um die 300 Texte. Weitere Texte, die aus Raubgrabungen im 19. Jahrhundert stammen und in den Kunsthandel gelangten, können ebenfalls mit dem Tempel assoziiert werden.

Das Ziel der Fallstudie ist es, alle vorhandenen Daten zusammenzustellen und in Einklang zu bringen. Das wird erreicht via Hinzuziehen der Grabungsdokumentation, anhand einer Rekonstruktions des damaligen Grabungsverlaufs sowie der Rekontextualisierung von Funden, Befunden und Quellen.

Am Ende sollen Befunde und Funde gemeinsam in einer validen stratigraphischen Sequenz eingebunden werden.

Die sehr heterogene Artefakt-Struktur lässt die Erprobung einer Aufarbeitung mit sehr diversen Fragestellungen zu. Gleichzeitig wird die Erprobung dokumentiert und im Sinne eines Pilotprojektes am Ende ausgewertet und kann als Indikator für zukünftige Aufarbeitungen dienen.